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Gedenkveranstaltungen zum 81. Jahrestag der Befreiung der Konzentrationslager

Am 13. April 2026 fand auf dem Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers Mittelbau-Dora eine Gedenkveranstaltung anlässlich des 81. Jahrestages der Befreiung statt. Unter unmenschlichen Bedingungen und bei äußerst schwerer Zwangsarbeit waren dort auch zahlreiche Slowenen inhaftiert, darunter der weltweit anerkannte Schriftsteller Boris Pahor.

Zum Gedenken an sie und an alle Opfer des Nationalsozialismus legte Botschafterin Dr. Ana Polak Petrič gemeinsam mit Herrn Janez Alič, Herrn Boris Nemec sowie einer Delegation des Verbands der Vereinigungen der Kämpfer für die Werte des Nationalen Befreiungskampfes Sloweniens (ZZB NOB) im Namen der Republik Slowenien einen Kranz nieder.

Am Rande der Gedenkfeier erhielt die Botschaft der Republik Slowenien in Berlin eine Auszeichnung des Verbands der Vereinigungen der Kämpfer für die Werte des Nationalen Befreiungskampfes Sloweniens. Damit wurde die langjährige Arbeit der Botschaft zur Bewahrung der Erinnerung an die Sloweninnen und Slowenen gewürdigt, die während des Zweiten Weltkriegs in Konzentrationslagern auf dem Gebiet des heutigen Deutschlands inhaftiert waren. Die Auszeichnung wurde vom Präsidenten des ZZB NOB Sloweniens, Herrn Marijan Križman, unterzeichnet.

Bei dieser Gelegenheit bedankte sich Botschafterin Dr. Polak Petrič im eigenen Namen sowie im Namen der Botschaft offiziell für die langjährige Zusammenarbeit. Sie betonte, dass es für die Botschaft eine große Ehre sei, seit vielen Jahren in enger Zusammenarbeit mit dem Verband zur Bewusstseinsbildung und zur Bewahrung der Erinnerung beizutragen, damit sich derartige Gräueltaten niemals wiederholen.

Am 19. April 2026 nahm die stellvertretende Leiterin der Vertretung, Anja Mezeg Parma, an der Gedenkveranstaltung zum 81. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Sachsenhausen bei Oranienburg teil. Zum Gedenken an die Opfer des Lagers legte sie einen Kranz nieder. Die Veranstaltung erinnerte eindringlich an die tragischen Folgen von Hass, Intoleranz und der Missachtung grundlegender Menschenrechte.

Einen besonders nachhaltigen Eindruck auf die Anwesenden hinterließ die Ansprache des Überlebenden Bogdan Bartnikowski, der mit seiner persönlichen Geschichte eindrucksvoll das Leid der Häftlinge schilderte und die Bedeutung der Bewahrung des historischen Gedächtnisses hervorhob. „Solche Gedenkveranstaltungen erinnern uns daran, dass Frieden, Freiheit und Menschenwürde keine Selbstverständlichkeit sind. Es ist unsere gemeinsame Verantwortung, die Erinnerung an die Opfer wachzuhalten und uns für eine Gesellschaft einzusetzen, die auf Respekt, Solidarität und Menschlichkeit basiert.“

Ebenfalls am 19. April 2026 fand in Bergen-Belsen die Gedenkveranstaltung zum 81. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers statt, in dem während des Zweiten Weltkriegs mehr als 52.000 Häftlinge sowie rund 20.000 Kriegsgefangene ums Leben kamen. Im Dokumentationszentrum versammelten sich aus diesem Anlass rund 250 Gäste, darunter Überlebende des Konzentrationslagers und zahlreiche Angehörige ehemaliger Häftlinge.

Die Festrednerin, die niedersächsische Kultusministerin Julia Willie Hamburg, betonte, dass es nun die Aufgabe der nachfolgenden Generationen sei, die Erinnerungen an die Erfahrungen und das Leid der Lagerinsassen zu bewahren und weiterzugeben. Einer der noch lebenden Zeitzeugen, Pavel Kučera, erklärte in seiner Ansprache: „Trotz allem, was ich erlebt habe, hege ich gegen niemanden Hass. Dieses Wort habe ich aus meinem Wortschatz gestrichen. Würden sich alle daran halten, gäbe es heute weniger Kriege, weniger Gewalt und weniger Leid.“ An der Gedenkveranstaltung nahm auch Verteidigungsattaché Brigadier i.G. Valter Vrečar teil.

Auch in diesem Jahr beteiligte sich die Botschaft der Republik Slowenien in Berlin an den Gedenkfeierlichkeiten in der ehemaligen Mahn- und Gedenkstätte Konzentrationslager Ravensbrück, in der auch zahlreiche Sloweninnen inhaftiert waren. Die Wirtschaftsrätin Jelka Travnik legte am Sonntagvormittag im Rahmen der Gedenkveranstaltung zum 81. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Ravensbrück einen Kranz zum Gedenken an die Opfer nieder.